Meine “TOP 3″ Tempel in Thailand!
Inbegriff für die Baukunst Südostasiens, Zeugen jahrhunderter, ja jahrtausender alter Kultur, Stätte der Verehrung Buddhas.
Sie sind neben den von Palmen gesäumten Sandstränden das Vorzeige-Fotomotiv Thailands, in jedem Reiseführer, Prospekt und auf Webseiten zu finden – die Tempel Thailands (auf Thai: Wat).
Jeder einzelne Tempel ein Unikat, geschmückt mit prachtvoll verzierten Statuen und Mosaikwerken. In ganz Thailand gibt es über 30.000 Tempel, davon sind nur etwa 100 königliche Tempel. Alleine in Bangkok gibt es über 400 Tempel zu entdecken.
Leider kann ich während meines Aufenthalts in Bangkok als Austauschschüler nicht alle Tempel besuchen. Selbst in Bangkok, wo ich wohne, kann ich nicht alle Tempel besuchen. Doch habe ich keine Gelegenheit ausgelassen, Tempel zu besichtigen.
Von Chiang Mai über Lambang, Bangkok bis nach Koh Samui haben mich Tempel immer begleitet. Bei einer so großen Auswahl fällt es schwer, seine Favoriten hervorzuheben.
Meine 3 Lieblingstempel stelle ich vor:
1. Wat Phra Kaeo, der Königspalast in Bangkok
2. Wat Pa Luangta Bua Yannasampanno, der Tigertempel in der Nähe von Kanchanaburi
3. Wat Phra Chetuphon, der “Wat Pho” in Bangkok
Ich habe diese Tempel gewählt, da sie meiner Ansicht nach die für Touristen vorerst die interessantesten Tempel sind. Über Geschmack/Schönheit lässt sich bekanntlich streiten – wer sich aber in Bangkok befindet, auch wenn man noch so wenig Zeit hat, so sollte man sich aber unbedingt den Königspalast und/oder den Wat Pho anschauen. Kanchanaburi liegt etwas nördlich von Bangkok. Bekommt man von Tempeln nicht genug, so stehen einem noch mindestens 29.997 andere bevor – eine Liste buddhistischer Tempel in Thailand findet sich hier.
Bootsrennen
In ganz Thailand werden dieses Jahr im November und September wieder die traditionellen Bootsrennen stattfinden. Dieses aussergwöhnliche Festival hat eine lange Geschichte und kann bis ins frühe Ayutthaya zurückverfolgt werden, ca. 600 Jahre. Damals wurden Bootsrennen veranstaltet, um junge Männer körperlich fit zu halten, um für einen eventuellen Angriff benachbarter Staaten vorbereitet zu sein.
Heute sind diese Rennen aber Ehrensache und ein Nationalsport.
Dann, wenn der Wasserspiegel der Flüsse am höchsten steht, laufen überall im Land die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ich konnte dieses Spektakel bei einem Freund in Nakhon Sawan miterleben.
Pichit, Phitsanulok und Narathiwat halten die bekanntesten Rennen ab, aber auch andere Provinzen wie Nan, Angthong, Pathum Thani, Surat Thani und Ayutthaya sind dafür bekannt.
Das Erstaunliche ist, dass diese langen Boote meist aus einem einzigen großen Stamm geschlagen werden und bis zu 60 Ruderern Platz bieten, die darin in 2 Reihen sitzen. Es treten jeweils 2 Teams gegeneinander an, alle Teilnehmer tragen sehr farbenfreudige Kostüme.
Die Boote sind prächtig mit Blumen, Girlanden und Bändern geschmückt. Wie man auf den Bildern sieht, sind die Boote knapp über der Wasseroberfläche. Es macht den Anschein, als wären alle überladen – knapp vor dem Untergehen.
Solche Bootrennen sind farbenfrohe und aufregende Spektakel, die tausende euphorische Zuschauer anziehen.
Die beeindruckende Moderation der Sprecher und Trommelspieler heizen dem Publikum ein und machen dieses Event noch ungestürmer.
Buddhistische Haussegnung
Jedes neu errichtete Gebäude, in dem später Menschen leben oder sich aufhalten werden, wird in Thailand gesegnet. Der Zeitpunkt der Haussegnung sollte jedoch wohl gewählt sein, so sollte man auf keinen Fall diese Zeremonie an einem Samstag vollziehen, dies bringt Unglück.
Auf Thai heißt diese Zeremonie “keun ban mai”, wörtlich etwa “in ein neues Haus hinaufziehen” . Früher wurden thailändische Häuser auf Pfählen errichtet, um Überschwemmungen während der Regenzeit vorzubeugen.
Ich habe diese Zeremonie bei der Segnung des neuen Firmengebäudes meiner Eltern miterlebt.
Dies ist natürlich ein sehr wichtiger Tag für den Besitzer des Gebäudes und so will alles gut vorbereitet sein. Es wurden extra Köchinnen eingeladen, die bereits früh morgens anfingen die köstlichsten Gerichte zuzubereiten. Jeder bringt Geschenke mit zB Buddhastatuen (welche übrigens immer mit dem Gesicht nach Osten oder Norden zeigen müssen), Geld und mitgebrachte Speisen – alles wird ins Haus getragen.
Bevor dann die Mönche ankommen, wird ein weißer, gesegneter Faden um das komplette Grundstück gespannt, um böse Geister abzuhalten und alles Innenliegende zu konsekrieren.
Gegen Vormittag kamen 9 Mönche aus 2 benachbarten Tempelanlagen auf einem Pick-up herangefahren. Es werden entweder 5, 7 oder 9 Mönche eingeladen – diese Zahl soll ebenso Glück bringen.
Alle Mönche setzten sich auf Polster in einem geeigneten Raum des Gebäudes, wobei des älteste Mönch ganz rechts sitzt. Kerzen werden angezündet.
Die Mönche reichen sich gegenseitig einen weißen Faden, den sie alle zwischen ihren Handflächen in der Wai Position halten und dessen Ende an einer großen Buddhastatue im Raum befestigt ist.
Für ungefähr 1 Stunde singen die Mönche und sprechen Gebete. Ich war erstaunt, dass sie dafür keinerlei Bücher benutzten! Es wurde alles auswendig vorgetragen und hauptsächlich in Sanskrit, weshalb ich nichts von den Gesängen verstand.
Nach dieser Prozedur werden den Mönchen Speisen gereicht – und das im Überfluss. Man hätte wahrscheinlich eine ganze Armee damit versorgen können! Die Mönche speisen vor allen anderen, anschließend bekommt jeder Gast, jeder Mitarbeiter zu essen.
Später knien alle vor dem ältesten Mönch nieder, welcher heiliges Wasser verspritzt.
Letzter Schritt ist das Segnen der Haupttüre des Gebäudes mit entweder 5 oder 9 Punkten aus weißer Paste, dies wird wieder vom ältesten Mönch vollzogen. Damit ist die Zeremonie vorbei.
Einige Zeit später stellte mein Vater in eine Ecke des Geländes ein großes Geisterhäuschen, in dem der vertriebene “Landgeist” wohnen soll.












































