Schüleraustausch

Thailand – Ein Land der Blüten und Düfte

Blüten sind allgegenwärtig, sowohl in der Natur mit ihrer schon enormen farbenfrohen und duftenden Blütenpracht wie auch an allen anderen Orten, wie in den Tempeln, bei Buddha Statuen, im Haus, in den Zimmern oder im Auto. Die Liste liese sich unendlich fortsetzen.
Hätte man nur ein Sinnesorgan, das Riechorgan, könnte man hier anhand dessen schon bestimmte Orte und Plätze in der Natur und in seiner Umgebung bestimmen!!!
Ich rieche Jasminblüten besonders intensiv im Wageninneren, ein Blütenduftgemisch in den Tempeln, zuhause am Eingang ein frisches, feuchtes Grün und im Badezimmer einen dezenten Orchideen-Blütenblätter-Duft.

Blumen/Blüten werden von allen Bevölkerungsschichten gekauft, eigentlich täglich!
Für sich zur Freude, als Geschenk oder als die überall notwendige Opfergaben in den Tempeln für Buddha, Geisterhäuschen, Autos usw. An Feiertagen gibt es besonders farbenprächtige und aufwendige Gestecke zu kaufen zB – an Wankru, dem Tag, an dem man die Lehrer ehrt oder an Loykrathong, dann schwimmen Millionen Blumengestecke mit einer Kerze den Fluss hinunter – zu Ehren der Wassergeister. Read more

China Town

Ich liebe es besonders, mich über mehrere Stunden in Bangkoks “Chinatown” aufzuhalten, dieses Viertel ist eines der ältesten und exotischsten Bangkoks! Voller Leben, voller Lärm und fremder Geräusche, exotischer Gerüche und Waren!!!

Dort spürt man einen ganz anderen Flair, man ist versetzt in eine andere Welt – hier trifft die Vergangenheit auf Gegenwart und die Zukunft!

In den vielen Strassen, besonders aber in den zahlreichen Seitengassen gibt es noch traditionelle höchst-interessante und skurile chinesische Medizinläden. Oder verschiedene uralte oder ultramoderne Shops, in denen man Vogelnester, Papierlaternen, Särge, chinesisches Porzellan, alte Pfeifen, Wandschirme, Möbel mit Perlmut-Intarsien, Schnupftabakdosen, alte Lampen, Holzarbeiten, Bilder, alte Uhren, Gold- und Silberarbeiten, alte Bücher, Hühner, Enten, Amulette, Antiquitäten, Tempelbedarf und vieles andere mehr erstehen kann.
Dazu noch Akkupunktur- und Massagesalons, Uhrengeschäfte, zahlreiche, gutbesuchte Goldgeschäfte, nicht zu vergessen die vielen Pfandhäuser! Aber auch Hotels, Restaurants, Essenstände, Banken und Büros.

Besonders interessant sind meine Beobachtungen gegen Abend – da gibt es viele Chinesen, die sich einen potenzstärkenden Kobra-Blutdrink einverleiben!

Die Chinatown-Küchen-Spezialitäten sind auch essbare Vogelnester, Krokodil-, Echsen- und Schlangenfleisch.

Die Betelnuss

Als mich zum ersten Mal eine alte Thailänderin mit rotgefärbten Zahnstummel anlachte, erschrak ich sehr! Es sah aus, als ob ihre Mundhöhle blutete. Sie sah mein erschrockenes Gesicht und winkte mich heran und lachte weiter.

Sie zeigte mir ein Blatt, worauf sie eine flüssige, weiße Masse strich, darauf streute sie helle Raspel und legte eine Nuss ein, rollte alles ein und gab es mir zum probieren. Ich wollte zuerst nicht, aber mein Gastbruder meinte, ich könnte es schon probieren. Ich kaute ein kleines Stück, aber es war widerlich bitter. Ich sollte weiterkauen, aber nein, das brauchte ich nicht und spuckte alles aus!

Daraufhin habe ich mich informiert, es sind Betel-Nüsse, die in Betelblätter eingewickelt werden, mit einer Kalkpaste und je nach Geschmack mit geraspeltem Süßholz oder alkoholgeträngtem Tabak versetzt werden.

Der Grund, dieses bittere Zeugs zu kauen?

Es ist eine wirklich billige, berauschende Droge, die sie auch positiv auf die Gesundheit auswirken soll – wirkt anregend und schleimlösend und: es ist nicht verboten.
Der traurige Nachteil für diese Menschen ist die Zerstörung ihrer Zähne!
Der Anblick der wirklich auffallenden “Blut”spuren an so mancher Nische kommt vom Ausspucken der gekauten Masse und ist widerlich.



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