“Keep Thailand Clean-
Nicht nur das “Dorf im Pflaumenhain” (wörtlich übersetzt “Bangkok”) hat große Probleme mit seinem Abwassersystem, der Luftverschmutzung und dem kontinuierlichen Absinken des Grundwasserspiegels, auch auf Inseln wie Koh Samui, die erst seit Anfang der 70er Jahre in Reiseführern erwähnt wird, häufen sich die Probleme.
Auf dem Weg zum neuen Flughafen der Insel kam ich an einem großen Teich vorbei, voll mit Bau- und Haushaltsmüll, der bedenkenlos hinein gekippt wurde. Daneben, wie auch an vielen anderen Orten der Insel, steht ein Schild mit der Aufschrift “Keep Samui Clean” – Halte Koh Samui sauber!
Man muss sogar 2000 Baht (=40 Euro) Strafe entrichten, sollte man ertappt werden.

Das sind 1-2 Monatsgehälter eines Arbeiters, doch anscheinend hat dies wenig Abschreckungseffekt.
Wie bereits im Posting “Umweltschutz – Teufelskreis” erwähnt, hat sich Thailand ziemlich erfolgreich gegen den illegalen Abbau von Edelhölzern eingesetzt, doch dies ist und war nur ein kleiner Schritt in Richtung saubere Umwelt.
Bis in die 90er Jahre leiteten Industrie und private Haushalte Abwasser ohne jegliche Säuberung in den Chao Phraya, der durch Bangkok fließt. Der Aufbau eines zentralen Abwassersystems steht erst am Anfang.
Von sieben geplanten Kläranlagen in Bangkok ist erst eine ganz fertig gestellt, an 2 weiteren wird zurzeit fleißig gearbeitet.
Das sollte man auch schleunigst, denn immerhin ist der Chao Phraya die wichtigste Wasserader der Stadt mit 300 bis 400 Meter Breite, zehn Meter Tiefe; in der Trockenzeit schiebt der Chao Phraya bis zu 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde heran!
Ein Tourist auf Durchreise hat in seinem Hotel sauberes, fließendes Wasser und wundert sich bei einer Bootsfahrt über den Chao Phraya wohl kaum über dessen Geruch oder Farbe. Auch das ist ein gravierendes Problem Bangkoks, sowie vieler weiterer Touristenorte, die zu schnell gewachsen sind und keine Zeit vorhanden war, um ein ausreichendes Abwasser- und Versorgungsnetz zu errichten.
Bangkok hat durch den sinkenden Grundwasserspiegel, der durch die Verwendung privater Brunnen der Industrie zustande kommt, den steigenden Meeresspiegel und den moorigen Untergrund, der in den nächsten 10 Jahren um bis zu 1,5 Meter abzusacken droht mit einer weiteren Herausforderung zu kämpfen.
Übrigens: über 1000 Kanäle, Bäche und Flüsse mit einer Gesamtlänge von ca. 1900 Kilometern durchziehen den Großraum Bangkok und gaben dem “Venedig des Ostens- seinen Namen.
Hier nun einige Bilder, die ich auf Koh Samui gemacht habe:
Alphabet/Buchstaben
Das thailändische Alphabet hat, im Vergleich zu unserem lateinischen Alphabet, mehr als doppelt so viele Konsonanten. Bei uns kommt zu den vorhandenen 26 Buchstaben nur noch ä, ö, ü und ß dazu, im thailändischen kommt man auf das dreifache der Buchstaben, wenn man Sonderzeichen etc. miteinbezieht.
Das liegt vor allem daran, dass Thai eine Silbenschrift ist und die verschiedenen Laute eines einzelnen Buchstaben (gehaucht, kurz lang, steigend etc.) immer einen eigenen Konsonanten erhalten, aber auch, dass Buchstaben wie “B” oder T” mehrmals im Alphabet vor kommen, jedoch mit kleinen Variierungen, die wir im Deutschen nicht kennen. So spielt es einen sehr großen Unterschied, ob ein “hartes B” oder ein “weiches B” in einem Wort vorkommet, kann den Sinn sogar völlig verändern. Vergleichbar wäre dies im Deutschen mit “Baum” oder “Bhaum (weicheres B mit H, aspiriert).
Es kommen in modernen Worten nicht mehr alle Buchstaben vor, immerhin sind die Schriftzeichen schon mehrere hundert Jahre in Gebrauch.
Gelernt wird das Alphabet der Einfachheit halber in Bildern und jeder Konsonant hat seine feste Bedeutung. Der erste Buchstabe steht für “Gai-, das Huhn. Vielen “Farangs” fällt es schwer thailändisch zu lernen, da sich das System komplett von unseren Vorstellungen unterscheidet – auch hier gilt: wer in jungen Jahren lernt, lernt schneller und besser.
Wer mehr über die thailändische Sprache wissen möchte, dem empfehle ich diesen Artikel auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Thailändische_Sprache
Wanderarbeiter in Thailand
In Thailand schaut man recht verdutzt, wenn man sich die Arbeiter auf Baustellen anschaut.
Oft sind es Frauen, die die schwere Arbeit verrichten, im Straßen- oder Hausbau. Sie sind total vermummt zum Schutz gegen Staub, Hitze und Lärm.
Ich hatte einmal die Gelegenheit, eine Baustelle aus nächster Nähe zu beobachten.
Ein thailändischer Mann zog eine Wand hoch und eine Frau gleichzeitig auf der anderen Seite eine weitere. Die Frau war fertig, als der Mann erst an der Hälfte seiner gleich großen Wand war. Dazu war ihre Wand top gerade und gleichmäßig gemauert – im Gegensatz zu der ihres Kollegen. Das mag Zufall gewesen sein, jedoch ist mir aufgefallen, dass Frauen oft und gerne im Bau eingesetzt werden. Wohl wegen ihrer direkten und zielstrebigen Art.
In Thailand arbeiten in der Regel Wanderarbeiter auf den Baustellen. Sie ziehen mit ihrer Familie direkt neben die Baustelle und wohnen dort für mehrere Tage/Wochen.
Wenn sie Glück mit einer großen Baustelle haben, werden
aus den einfachen Stelzen-Verschlägen auch mal Wellblechhütten. Mehrere Familien leben so rings um den Bau, manchmal ähnelt dies mehr einem Slum als einem Arbeiterlager.
Tagsüber sind ihre Hütten verwaist, dann arbeiten Männer gleich wie Frauen auf der Baustelle, meist mit den Kindern egal ob groß oder klein – diese besuchen keine Schule – sie leben sehr karg von klein an, um zu arbeiten!
Wanderarbeiter sind Einwanderer aus den umliegenden Ländern wie Burma oder Laos, seltener Thais. Die Arbeitsbedingungen sind recht schlecht, genauso ihr Lohn!












































