Feilschen und Handeln
Einen Ratschlag, den man immer wieder im Zusammenhang mit asiatischen Ländern hört und liest ist, dass man niemals beim Einkaufen den genannten Preis zahlen soll, sondern zumindest auf die Hälfte herab handeln sollte.
Durch Beachtung dieses Ratschlages spart ein Pauschaltourist noch immer viel Geld beim Shopping in Bangkok oder Phuket. Man sollte aber beachten, dass man nur an bestimmten Orten so “hart” handeln kann.
Auf Frischmärkten zum Beispiel wird weder ein Farang (Ausländer) noch ein Thailänder großartig handeln können, höchstens bei Abnahme von mehreren Kilo Fisch oder Gemüse lässt sich ein Mengenrabatt einfahren. Auch bei Lebensmitteln, wie auf den Fotos zu sehen, sollte man nicht handeln – diese finden sich ohnehin nur auf Thai Märkten, also kann man davon ausgehen, dass die Preise dafür, gerade für Farangs, mehr als legitim sind.
Sobald man aber auf den großen “Touristenstraßen” unterwegs ist, ist wieder Handeln angesagt.
Wenn ich beispielsweise in der Khaosanroad oder in der Sukhumvit DVD Stände sehe, die einzelne gebrannte Filme für 250 Baht verkaufen wollen, laufe ich schnell weiter!
Durch diese Straßen laufen nämlich tagtäglich tausende Touristen, die sich mal schnell 4-5 DVDs aussuchen und dafür knapp 20 Euro ausgeben ohne groß darüber nachzudenken. Deshalb ist hier dem Verkäufer ein Kunde, der in einem Reiseführer gelesen hat, man solle den Preis um mindestens die Hälfte herunterdrücken, zuwider. Der Verkäufer weiß, dass der nächste Tourist bestimmt eine DVD für 250 Baht kauft – warum sollte er dann auch mit dem Preis heruntergehen, wenn andere, ohne zu handeln, den Artikel regulär kaufen?
Dieselbe DVD bekommt man ein paar Straßen weiter, dort wo sich Thailänder tummeln und sich ein Tourist nur selten blicken lässt, um nur 80 Baht .
Ein Himmel voller Drachen
Jedes Jahr, wenn der Südwestmonsun aufkommt, richten die Thais ihre Augen in den Himmel -
ihre Herzen enzünden sich vor lauter Vorfreude und Wetteifer – es ist ihre Zeit des “Drachen-steigen lassens”.
Drachensteigen ist die wohl populärste Sportart während dieser Zeit in Thailand. Starke Winde verwandeln den Sanam Luang, den Platz vor dem Königspalast, in eine luftig bunte Welt, sowohl am Boden wie auch in der Luft. Die breite Bevölkerungsschicht, wie auch Konkurrenten aus aller Welt wetteifern mit atemberaubenden Tricks. Dieses Jahr fand das alljährliche Drachen-Festival auf dem “Sanam Luang- Royal Field vom 1. März bis 2. April. statt.
Die Kunst besteht darin, die verschiedenen Arten von Drachen entsprechend den vorherrschenden Winden richtig einzusetzen! So zum Beispiel wird ein starrer Drachen bei starkem Wind; ein leichter, flexibler Drachen zieht seine Bahnen bereits bei einer leichten Brise.
Ein großes Equipement aus Schnüren, Stäben etc. ist notwendig – ebenso Ersatzdrachen. Viele Drachen brechen, entschweben für immer in den Himmel oder werden aber von der gegnerischen Seite mit geübter Hand “aus der Bahn geworfen”.
Diese Wettkampf-Atmosphäre ist ein einmaliger Anblick und total mitreißend.
“Motosai-
Wer einmal den Verkehr und die täglichen Staus in Bangkok miterlebt hat, wird die “Motosais” lieben gelernt haben.
Für TukTuks ist Bangkok bekannt, doch auch diese kleinen 3-Räder kommen nicht immer durch den dichten Stau, der vor allem morgens und abends während der Rushhour nervt. In Bangkok ein Moped zu mieten und damit zu fahren ist bei diesen “Verkehrsregeln” halsbrecherisch, zumal ja noch links gefahren wird.
Also steigt man doch gern auf die Motorrad-Taxen auf. Der Grundpreis wie beim Taxi-Meter fällt weg, man verhandelt am besten vor Antritt der Fahrt den Preis aus.
Gerade bei kurzen Strecken abseits der Hauptverkehrsadern lohnt sich die Fahrt mit dem “Motosai”.
Sollte Stau herrschen, kann man mit einem Lächeln an all den wartenden, genervten Passagieren in normalen Taxen vorbeifahren.
Viele Fahrer der “Motosais” fahren halbtags Touristen herum und arbeiten danach oder davor in Fabriken oder dergleichen.
Mit den “Motosais” habe ich bisher noch nie Probleme gehabt, die Regierung hat sogar dafür gesorgt, dass die Fahrer sich registrieren lassen müssen und eine orangene Weste mit ihren Daten darauf tragen müssen.
Bei längeren Strecken sollte man aber doch lieber ein normales Taxi nehmen, da die Fahrt billiger und etwas sicherer wird.


